Forschung & Studien zur Reflexintegration
Ist Reflexintegration wissenschaftlich belegt?
Ja. Reflexintegration ist kein esoterischer Trend – sondern ein entwicklungsneurologisches Konzept mit wissenschaftlich fundierten Wurzeln in der Neurophysiologie, Bewegungslehre und Entwicklungspsychologie.
Historische Grundlage: Die Pioniere der Reflexforschung
Bereits in den 1970er Jahren gründete Dr. Peter Blythe das Institute for Neuro-Physiological Psychology (INPP) in Chester, England. Gemeinsam mit Sally Goddard-Blythe erforschte er den Zusammenhang zwischen Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen und der Persistenz frühkindlicher Reflexe.
Zentrale Erkenntnis:
Nicht integrierte frühkindliche Reflexe – auch als Restmuskelreaktionen bekannt – können zentrale neuronale Abläufe blockieren. Sie beeinflussen Haltung, Bewegung, Konzentration, Wahrnehmung und emotionales Verhalten.
Durch gezielte Bewegungsreize kann das Nervensystem dazu angeregt werden, versäumte Reifungsschritte nachzuholen und neue neuronale Verbindungen zu bilden.
Wissenschaftliche Weiterentwicklung: Reflexintegration im Spiegel der Forschung
Zahlreiche renommierte Fachleute haben seither die Bedeutung frühkindlicher Reflexe und deren Integration bestätigt:
- Vaclav Vojta– Entwickler der Vojta-Therapie (frühkindliche Bewegungsmuster)
- Berta & Karel Bobath– Begründer der Bobath-Therapie für neurologische Entwicklungsförderung
- Svetlana Masgutova– Gründerin des MNRI®-Systems (Reflexintegration in der Körperarbeit)
- Marina Akhmatova– Forschung zu neuromotorischen Entwicklungsverzögerungen
- Campbell, Pfeiffer-Meisel, Sacher, Michaelis– Fachautoren mit Fokus auf Reflexpersistenz und schulischen Herausforderungen
Gemeinsamer Nenner:
Eine vollständige Integration frühkindlicher Reflexe bildet die Grundlage für emotionale, motorische und kognitive Reife – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen.
Moderne Reflexintegration – wissenschaftlich vernetzt
Das von mir eingesetzte REXI-Training (Reflexintegration mit erweiterten neurophysiologischen Impulsen) basiert auf dieser jahrzehntelangen Forschung. Es kombiniert aktuelle Erkenntnisse aus:
- derNeurowissenschaft (neuronale Plastizität, sensomotorische Vernetzung)
- derBewegungswissenschaft & Physiologie
- dersensorischen und emotionalen Entwicklungsforschung
Dabei steht nicht beliebige Bewegung im Vordergrund, sondern gezielte, neurophysiologisch wirksame Impulse, die exakt auf die noch aktiven Reflexmuster abgestimmt sind.
Weiterführende Literatur & Studien (Auswahl)
- Goddard-Blythe, S.:Greifen und BeGreifen
- Blythe, P.:Neuromotor Maturity and Learning Difficulties
- Masgutova, S.:Neuro-Sensory-Motor Reflex Integration
- Brisch, K.H.:Bindungsstörungen – Von der Bindung zur Autonomie
- Campbell & Pfeiffer-Meisel:Ursachen unerklärlicher Schulprobleme
Wissenschaftlich publiziert u. a. in:
- Vojta V., Schulz P. (1989):Reflexfortbewegung und posturale Ontogenese
- Bobath K. (Amsterdam-Vortrag):Spastizität bei zentralnervösen Störungen
- Akhmatova, Goncharova, Masgutova (2000):Integration von Reflexen in Ganzkörperbewegungen
- Sacher, Michaelis (2011):Dynamik und Funktionen angeborener Fremdreflexe
- Chinello et al. (2016):„Persistent primary reflexes and motor acts – Implications for ASD“
Fazit: Eine Methode mit Tiefe – und Evidenz
Reflexintegration ist kein Modetrend, sondern ein fundiertes, entwicklungsorientiertes Trainingskonzept mit einem soliden Fundament in der wissenschaftlichen Forschung.
Wer bereit ist, nicht nur Symptome, sondern deren tieferliegende Ursachen zu verstehen, entdeckt hier eine wirkungsvolle Methode zur Förderung von Gehirnreifung, emotionaler Stabilität und ganzheitlicher Entwicklung – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.